EU-Flagge und digitale Netzwerkstruktur
Regulierung
3. März 2026Regulierung

EU AI Act: Was du und dein Unternehmen ab August wissen müssen

Ab August 2026 treten die ersten verbindlichen Pflichten des EU AI Acts in Kraft. Welche Unternehmen betroffen sind, was konkret zu tun ist — und was du sofort vorbereiten kannst.

Auf einen Blick

  1. 1

    Wer ist ab August betroffen?

    Alle Unternehmen, die KI-Systeme für Personalentscheidungen, Kreditvergabe oder automatisierte Kundenkommunikation einsetzen.

  2. 2

    Was muss dokumentiert werden?

    Nutzungszweck, Trainingsdaten, Risikobewertung und Transparenzhinweise für Nutzer — schriftlich und nachweisbar.

  3. 3

    Was du jetzt schon tun kannst

    Eine Bestandsaufnahme aller KI-Tools im Unternehmen ist der erste Schritt — viele beginnen erst jetzt damit.

EU AI Act — Was ab August 2026 gilt

Der EU AI Act ist das weltweit erste umfassende Gesetz zur Regulierung von künstlicher Intelligenz. Die ersten verbindlichen Pflichten treten am 2. August 2026 in Kraft.

Wer ist betroffen?

Kurz gesagt: jedes Unternehmen in der EU, das KI-Systeme nutzt, die als »Hochrisiko« eingestuft werden. Dazu zählen unter anderem:

  • KI-gestützte Personalentscheidungen (Bewerbungsscreening, Leistungsbewertung)
  • Automatisierte Kreditvergabe oder Bonitätsprüfungen
  • KI in kritischer Infrastruktur
  • Biometrische Identifikation
  • Gute Nachricht: ChatGPT für das Schreiben von E-Mails oder das Zusammenfassen von Dokumenten fällt *nicht* unter Hochrisiko.

    Was muss dokumentiert werden?

    Für Hochrisiko-KI gilt ab August eine Pflicht zur Dokumentation von:

  • Nutzungszweck und Einsatzbereich
  • Verwendete Trainingsdaten und deren Herkunft
  • Risikobewertung mit Gegenmaßnahmen
  • Transparenzhinweise für betroffene Personen
  • Was Unternehmen jetzt tun sollten

    Schritt 1: Bestandsaufnahme — Welche KI-Tools nutzt dein Unternehmen aktuell? Schritt 2: Risikoklassifizierung — Fallen diese Tools unter Hochrisiko? Schritt 3: Rechtliche Beratung — Bei Unsicherheit einen auf KI-Recht spezialisierten Anwalt hinzuziehen.

    Fazit

    Für die meisten KMU, die KI nur für alltägliche Büroaufgaben nutzen, ändert sich wenig. Wer KI aber in Personalentscheidungen oder Kreditprozessen einsetzt, sollte jetzt handeln.

    Direkt anwenden mit den richtigen Prompts

    In der Prompt-Bibliothek findest du fertige Vorlagen zu allem, was in diesem Beitrag beschrieben wird.

    Zur Prompt-Bibliothek